Riesa Beim wahren Wettkampfmarathon von Oktober bis November ging es für die drei A-Klasse Formationen der SVG Sportakrobaten zum vierten und letzten Wettkampf des Monats Oktober nach Riesa. Zum 15. Mal richtete der SC Riesa den Internationalen Sachsenpokal aus und schnell wurde nach Ankunft an der Wettkampfstätte klar, der Verein an der Elbe hat Erfahrung mit der Organisation von großen Sportveranstaltungen. Im letzten Jahr fanden dort die Europameisterschaften statt und heuer verlieh dem Event die Teilnahme von Sportlern aus Estland, Russland, Weißrussland, Polen und der Schweiz sowie den Top-Formationen aus Deutschland ein hohes sportliches Niveau.
Nach der krankheitsbedingten Pause, beim Internationalen Gutenbergpokal in Mainz, waren diesmal auch wieder die zweifachen Deutschen Meister Lea Doreen Poos/Charleen Nikoles/Hannah Maria Victor mit am Start und komplettierten das SVG Team um die zwei Trios Jana Gall/Ann-Sofie Haiber/Larissa Weihrauch und Nele Schmitt/Alina Schäfer/Josephine Beaupré.
Gefordert waren eine Dynamik- und Balanceübung deren Wertungssumme ausschlaggebend für die Finalqualifikation war. Mindestens Platz sechs (Junioren) oder Platz acht (Age Group) musste erreicht werden um am 3. Wettkampftag, wenn es um Medaillen ging, noch einmal auf die Matte zu dürfen.
Noch mit etwas Trainingsrückstand gelang Poos/Nikoles/Victor bei den Junioren1 abgesehen von kleinen „Gleichgewichtsstörungen“, ein toller Auftakt mit einer sauberen Dynamik-Übung. Punktgleich (26,55) mit dem Trio aus Ebersbach belegten sie unter den 8 Damengruppen mit nur einem Zehntel Rückstand hinter Friedberg, den zwischenzeitlichen zweiten Platz. Auch in der Balance-Übung wussten sich Poos/Nikoles/Victor gut zu präsentieren aber ein vom Schwierigkeitskampfrichter entdeckter Zeitfehler führte mit 0,3 Punkten Abzug zu einer etwas enttäuschenden Wertung von 26,10 Punkten und einem 5. Rang in dieser Kategorie. Das Finale aber war sicher und so hieß es hier noch einmal alles geben. Als drittbeste Damengruppe, hinter den Spitzenreitern aus Friedberg und Ebersbach, gingen sie mit ihrer Kombi-Übung auf die Matte, die ausdruckstark, mit kleinen Abstrichen bei der Ausführung des Doppelsaltos sowie Asynchronitäten in der Choreographie, mit 26,50 Punkten honoriert wurde. In der Addition aller drei Übungen bestätigten sie mit insgesamt 79,200 Punkten den dritten Rang und holten sich die Bronzemedaille.
In der gleichen Klasse (Junioren1) lieferten Jana Gall, Ann-Sofie Haiber und Larissa Weihrauch ihre bisher beste Dynamik-Übung ab. Die Saltos hoch, die Landungen sowie die Technik sauber und die Choreographie sehr synchron. Mit einer Wertung von 25,80 Punkten reihten sie sich mit nur knappem Rückstand in Treppchen Nähe auf dem 5. Platz ein. In der Balance-Übung wurden bei einem Aufgrätsche-Element etwas gekämpft aber dennoch lange genug gehalten und so ein Zeitfehler vermieden. Ein individueller Salto, nicht ganz sauber ausgeführt, und eine Unsicherheit beim Aufbau des zweiten Elements brachten Abzüge, weshalb letztendlich nur 25,45 Punkte auf der Werte-Tafel standen. In der Addition beider Übungen zogen sie als sechstplatzierte ins Finale ein. Als erste Starter mussten sie sich hier mit ihrer Kombi-Übung den strengen Blicken der Jury stellen. Es war eine Übung ohne große Fehler. Das Aufgrätschen und der Handstand waren sicher, die Saltos hoch und gut gefangen. Auch von einem möglichen Zeitfehler war man weit entfernt, lediglich ein Rondat Salto war nicht so perfekt wie sonst. Mit einem guten Gefühl ging man von der Matte und war nach Bekanntgabe der Wertung von 25,25 Punkten dann doch etwas enttäuscht. Kurzfristige Ratlosigkeit auch bei den Trainern. Mit der Gesamtpunktzahl von 76,500 war eine Verbesserung ihrer Platzierung nicht mehr möglich und so blieb es bei Rang sechs. Trainerin Verena Doll zeigte sich dennoch zufrieden mit ihren Sportlern. „Jana, Ann-Sofie und Larissa turnen erst seit ca. einem halben Jahr zusammen. Die Schwierigkeit der Konkurrenz konnte in so kurzer Zeit noch nicht erreicht werden, jedoch ist sichtbar, dass sie auch jetzt schon mit den weitaus erfahreneren Trios mithalten können und die Mehrkampf-Bronzemedaille bei der DM kein Zufall war. Nun gilt es weiterhin fleißig zu trainieren, neue Elemente zu erlernen und die Schwierigkeiten zu optimieren“.
Quantitativ stärker besetzt war mit dreizehn Damengruppen die Age Group (Schüler und Jugend). Darunter auch das SVG Jugendtrio Nele Schmitt, Alina Schäfer und Josephine Beaupré die mit einer richtig guten Vorstellung ihrer Tempo-Übung in die Konkurrenz starteten. Das intensive Training an den „Baustellen“, ersichtlich noch vor einer Woche beim Gutenberg-Pokal, trug Früchte. Technisch und choreographisch war wenig auszusetzen was die Kampfrichter mit 25,700 Punkten (Platz3) belohnten. In der Balance-Übung ging es mit der Wertung (26,45) noch weiter nach oben, ausschlaggebend hierfür die hohe Techniknote (8,6) für eine saubere Ausführung und eine überzeugende tänzerische Vorstellung. Als drittbeste Damengruppe, nach der Qualifikation, zogen sie ins Finale ein und konnten diesen Platz mit einer wiederholt konstanten Leistung erfolgreich verteidigen. „Die Abstände hier in Riesa waren sehr knapp. Finale und Platz 3 ist ein starkes Ergebnis“, bescheinigt auch Trainerin Désirée Moreno Barrientos ihrem Trio. „ Heute haben sie gezeigt dass ihre Tempoelemente technisch immer besser werden und auch die Landungen immer fester und sicherer“. In den kommenden Trainingseinheiten soll es nun an die „Kleinigkeiten“ gehen. Und dann verriet sie noch, dass es im nächsten Jahr eine neue Balance-Übung geben wird. (me.)

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