Nieder-Liebersbach  Die Akrobatikfamilie der SVG freut sich mit Josie und ihrer Formation über die Nominierung zur WM. Josie Beaupré setzt damit die lange Tradition von SVG-Sportler/innen in der deutschen Nationalmannschaft und Teilnahmen an Weltmeisterschaften fort. Die sportliche Leitung der SVG Sportakrobaten Dr. Doreen Heckmann-Nötzel bat die drei Sportler zu einem Interview und stellte ihnen folgende Fragen:

Doreen: Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung, besser gesagt zur wiederholten Nominierung. Das allein ist ja schon ein großer Erfolg. Im letzten Jahr konnte die WM pandemiebedingt leider nicht stattfinden. Wie groß war eure Motivation sich der Herausforderung und der Hoffnung auf eine Teilnahme in diesem Jahr noch einmal zu stellen?
Lena:
Am Anfang war es schon eine Enttäuschung, dass die WM pandemiebedingt ausfallen musste. Trotz allem war uns klar, dass wir weiter trainieren um uns unseren Traum von der WM zu erfüllen. Als wir gehört haben, dass uns Bundestrainer Igor Blintsov erneut nominiert hat, haben wir uns genauso wie bei der ersten Nominierung 2020 riesig gefreut. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl Deutschland bei einer Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen!
Josie:
Nur fehlt uns leider in dieser Zeit der Vergleich mit anderen Sportlern. Außerdem fielen geplante Kaderlehrgänge aus. Das war/ist schon immer enttäuschend, da man dort gute Tipps bekommt um seine Elemente zu verbessern.
Kira:
Durch diese Situation wachsen wir aber auch immer weiter zusammen und motivieren uns gegenseitig.

Doreen: Welchen Einfluss hat(te) die aktuelle Lage auf euer/das Training? Und wie geht ihr damit um?
Kira:
Bei uns hat Corona zum Glück nur geringe Auswirkungen auf den Trainingsalltag. Wir konnten die meiste Zeit in der Halle stehen und trainieren. Im Moment sind wir in Erbstetten (trainiert von Birgit Cuntz) mit zwei anderen Einheiten in der Halle und in Nieder-Liebersbach (trainiert von Hermann Messer) sind wir meistens alleine. Dabei fehlt natürlich etwas das Vereinsgefühl.
Lena:
Außerdem trainieren wir jetzt seit ca. 1,5 Jahren zusammen und hatten leider bis jetzt noch keinen gemeinsamen Wettkampf, die uns normalerweise die Möglichkeit geben unsere Leistung zu überprüfen. Auch Kaderlehrgänge finden nur sehr selten statt. Trotzdem sind wir sehr froh, dass wir als Kaderathleten unter Hygienemaßnahmen überhaupt trainieren dürfen.

Doreen: Wie sieht euer Trainingsalltag aktuell aus? Wie und wo trainiert ihr?
Josie:
Wir müssen flexibel sein, da es nicht so einfach ist Schule, Studium und Training unter Coronaregeln (z.B. Ausgangssperren) unter einen Hut zu bekommen. Zurzeit trainieren wir fünf Einheiten die Woche, davon 1x in Nieder-Liebersbach. Das bedeutet, dass ich viel Zeit auf der Autobahn verbringe, da die vier anderen Trainingseinheiten in Erbstetten stattfinden.
Lena:
Jede unserer fünf Einheiten dauert 3-3,5 h. Wir haben vor, kurz bevor es dann losgeht zur WM das Pensum noch ein wenig zu erhöhen.
An dieser Stelle gilt auch ein riesen Dank unseren Eltern, die uns bei den Fahrten unterstützen. Ohne sie wäre das für uns nicht möglich.

Doreen: Welche Hoffnungen und Ziele habt ihr für die WM? Wie geht’s danach weiter?
Lena:
Erst einmal freuen wir uns Teil der deutschen Nationalmannschaft zu sein. Unser Ziel ist es verletzungsfrei durch die Vorbereitung zu kommen und perfekt vorbereitet dorthin zu reisen.
Kira:
Wir wollen auf der WM unsere Bestleistung zeigen. So, dass wir von der Wettkampffläche gehen und alle zufrieden sind. Natürlich würden wir uns riesig freuen, wenn dabei ein Finalplatz rausspringt.
Josie:
Ende des Jahres findet dann noch die EM in Italien statt. Da würden wir gerne teilnehmen, also trainieren wir fleißig weiter. Wenn es vorher noch Wettkämpfe gibt, wollen wir da auch so oft wie möglich auf die Matte. Wie es danach weitergeht, wissen wir noch nicht.

Nieder-Liebersbach/Erbstetten  Wenn im Juli die Sportakrobatik-WM wie geplant stattfinden kann, wird dort auch eine Sportlerin der SVG mit ihrer Wettkampfgemeinschaft SKG Erbstetten/SVG Nieder-Liebersbach im Rampenlicht stehen. Wenn alles so gut läuft wie bisher, wird für Josephine Beaupré (14) mit dem Start auf internationaler Bühne in Genf ein großer Traum in Erfüllung gehen. Den ungewöhnlichen Weg bis dahin, vom Zusammenfinden neuer Partnerinnen, von einer Nominierung zur WM und der letztendlichen Absage des Turniers 2020, von einem engagierten Trio, das sich durch das Corona-Virus nicht unterkriegen lässt, seinen Weg geht und wiederholt nominiert wird und nun vor seinem größten sportlichen Erfolg steht; davon erzählt die Protagonistin Josie selbst und auch ihre Mitstreiterinnen kommen zu Wort.

Das Jahr 2019 wurde gegen Ende für die talentierte SVG Sportakrobatin, Josephine Beaupré, zur Weichenstellung ihrer bisherigen sportlichen Karriere. Dabei sah es erst so aus, als wären ihre Tage als Oberfrau eines Trios gezählt, denn zum damaligen Zeitpunkt gab es an Partnerinnen, passend nach Alter/Größe/Leistungsstand, innerhalb der SVG keine Perspektive. Aber Josie sah sich sportlich als Unterfrau noch nicht angekommen und machte sich außerhalb des Vereins auf die Suche nach möglichen Partnerinnen. Soweit der erste Teil der Story, die dann doch noch zum Erfolg führen sollte.
Teil 2 begann damit, dass wiederrum bei den Bundeskaderathletinnen Lena Holdefer (19) und Kira Winter (18) von der SKG Erbstetten (Alb-Donau Kreis) nach der EM 2019 die Oberfrau überraschend ihre Karriere im Leistungsbereich beendete. Ebenfalls Mangels Ersatz im eigenen Verein, schalteten die zwei eine Suche in den sozialen Netzwerken nach der „dritten Frau“, worauf Josie aufmerksam wurde.
Ein Glücksfall, dass die Drei sich damals noch vor Coronazeiten gefunden haben und gleich nach den ersten gemeinsamen Trainings gut miteinander harmonierten. Schnell stand für sie fest „wir bleiben zusammen“. So mussten die Rahmenbedingungen geschaffen werden um diese Formation mit ihren exzellenten Voraussetzungen auf einen erfolgreichen Weg zu bringen, denn dahinter steckt kein „Selbstläufer“, sondern harte Arbeit. Damit das Trio zusammen trainieren konnte, nahmen die Akteure und die Familie von Josie viel an Organisation auf sich und investierten eine Unmenge von Zeit, allein schon in die Anfahrtswege zu den einzelnen Trainingseinheiten. Ein Aufwand, der sich für alle Beteiligten gelohnt hat, auch wenn die Zeiten alles andere als NORMAL waren und immer noch sind.
…Josie erzählt aus dieser Zeit:
"Als wir im Januar 2020 als neue Formation zusammenkamen, war unser Ziel die Nominierung zur Weltmeisterschaft 2020. Mitte Februar erhielten wir dann die positive Nachricht, dass wir zur Weltmeisterschaft nominiert worden sind. Wir waren sehr glücklich und fingen gleich an fleißig zu trainieren. Leider kam dann Covid19 und mit dem Virus auch im März der Lockdown. Als Formation war es uns nun nicht mehr möglich zusammen zu trainieren. Gemeinsam haben wir dann einen Plan erstellt, was jeder zu Hause üben soll/kann. Glücklicherweise war während dieser Zeit das Wetter recht schön und wir konnten oft unsere Trainingseinheiten in den Garten verlegen. Zu dieser Zeit hatten wir noch Hoffnung, dass die WM trotz allem stattfinden kann, doch dann wurde uns diese nach wenigen Wochen zunichte gemacht. Die WM wurde abgesagt, genauso wie all die anderen Wettkämpfe des Jahres 2020. Das war natürlich eine große Enttäuschung für uns.
Wir trainierten trotzdem fleißig zuhause, hochmotiviert, aber einfach war diese Zeit nicht für uns. Ich (als Oberfrau) trainierte Handstände auf allen möglichen Gegenständen und in allen möglichen Varianten. Sehr effektiv für uns war das regelmäßige Training über „Zoom“. Durch das Online-Training dreimal die Woche konnte man auch den Tag besser strukturieren, außerdem hatte man so die Möglichkeit die Sportler/Partner zu sehen und sich zu unterhalten. In der Zeit, in der das gemeinsame Training untersagt war, musste meine Familie als Trainingspartner einspringen.
Als sich endlich wieder zwei Haushalte treffen durften, trainierte ich viel mit Kira im Garten, denn in die Sporthalle durften wir leider noch nicht. Meine Schwester (auch Sportakrobatin) ersetzte die 3. Frau bei den Elementen. Bei einem Anfahrtsweg von eineinhalb Stunden war das alles keine leichte Organisationssache. Wir pendelten zwischen Erbstetten und Heidelberg (Wohnort Josie) und fieberten sehr der Zeit entgegen endlich wieder zu dritt trainieren zu können und als es dann soweit war, versuchten wir mit den vorhandenen Matten so viel wie nur möglich zu üben.
Regelmäßiges Training in der Halle war uns erst wieder gestattet, nachdem wir eine Sondergenehmigung von der Gemeinde bekommen hatten (Sondergenehmigung wurde möglich durch das Corona-Gesetz für Berufs- und Leistungssportler und der Öffnung der Halle durch die SVG und die Gemeinde Birkenau für die Kadersportler). Im Sommer war es endlich wieder erlaubt in kleinen, festen Gruppen „normal“ zu trainieren und so ist es bis heute geblieben."

Hier geht's zum Bericht in der WNOZ vom 8. Juni 2021

Kassel  Beim DSAB Akrobatik-Festival in Kassel fanden, am vergangenen Wochenende (29./30.06.) unter strengsten Hygienerichtlinien und einem ausgeklügelten Hygieneplan, die ersten Sportakrobatik-Meisterschaften in Coronazeiten (ohne Zuschauer) statt. Nach mehr als einem Jahr Zwangspause präsentierten die Sportakrobaten wieder spektakuläre Salto-Variationen und faszinierende Balance-Elemente. Aus ganz Deutschland reisten die Bundes- und Landeskaderathleten der Schülerklasse, Junioren1 und Junioren2 sowie der Meisterklasse an und für große Teile der Nationalmannschaft war es noch einmal die Chance vor der WM (Anfang Juli) Wettkampferfahrung zu sammeln. Gestartet sind dort von der SVG auch die Damen-Gruppen Fabienne Lay/Fiona Reul/Anna Dorigatti (Junioren2) und die, für die WM nominierte Josephine Beaupré, innerhalb der Wettkampfgemeinschaft mit Erbstetten und ihren Partnerinnen Lena Holdefer/Kira Winter (Meisterklasse).
Unter den Augen von Bundestrainer Igor Blintsov konnten Josie/Lena/Kira zwei blitzsaubere Übungen auf die Matte zaubern. Mit 26,980 Punkten in Balance- und 26,990 Punkten in der Tempoübung holte sich das Trio eine Gold- und Silbermedaille. Der Bundestrainer zeigte sich sehr zufrieden. Den Medaillensatz perfekt machten Fabienne/Fiona und Anna. Sie legten einen tollen Einstand als Damengruppe hin und holten sich in der Tempoübung, hinter den beiden für die WM nominierten Trios, den 3. Platz. Und mit ihrer souverän präsentierten Balanceübung legten sie sogar eine Silbermedaille noch obenauf.



Nieder-Liebersbach/Wilhelmsfeld 

Lieber Norbert!

Im Namen aller Sportakrobaten der SVG Nieder-Liebersbach möchten wir Dir herzlich zu Deinem 70. Geburtstag gratulieren und Dir unsere besten Wünsche aussprechen.

Wir hoffen, dass Du weiterhin tatkräftig Deine sicherlich vielfältigen Ziele erreichen kannst und wünschen Dir alles Gute, Freude und Zufriedenheit im Kreise Deiner Familie, ganz besonders aber wünschen wir Dir Gesundheit!

Als begeisterter Handball-Funktionär des TSV Birkenau bist du durch deine Tochter Janina, die in den Jahren 1994-1995 mit der Junioren-Damengruppe vier Deutsche Meister Titel holte, zu den Sportakrobaten gekommen. Du hast Verantwortung übernommen und dich schnell aktiv in die Vereinsarbeit unserer Abteilung eingebracht. Zunächst als Helfer, Mitfahrer, Gedankengeber und dann bereits ab 1996 im Abteilungsvorstand als Elternvertreter und Beisitzer bis 2003. Mit deiner tatkräftigen Hilfe, und in maßgeblichen Teilen von dir mitorganisiert, wurden die Sportakrobatik-Galas zu Superveranstaltungen der Sportakrobatik und der Horst Stephan Pokal zu dem was er heute ist. Mit deinem offiziellen Eintritt in die SVG Nieder-Liebersbach übernahmst du das Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters bis 2009 und als Sportlicher Leiter der Abteilung hast du von 2012 - 2015 deine Spuren hinterlassen.

Auch im Hessischen Sportakrobatik Verband warst du bereits in diesen Jahren engagiert. So wurdest du 2006 in den Finanzausschuss gewählt, bevor dann 2008 im Sportausschuss deine Wahl als Beisitzer des Ligaausschusses folgte. Ab 2014 übernahmst du die Aufgaben des HSAV-Sportwarts im Präsidium und 2017 das Amt des Vizepräsidenten Sport, dass du bis Ende 2019 ausgeübt hast. Dabei warst du nicht nur als „wandelndes Regelbuch“ bekannt, besonders zeichnete dich auch dein stets offenes Ohr für die Anliegen der Vereine aus. Alle deine Aufgaben hast du gewissenhaft und sorgfältig und immer fair ausgeführt.

Nach dem Ende deiner ehrenamtlichen Aktivitäten, so hört man, erzählst du nicht nur gerne Anekdoten aus früheren Zeiten, sondern bist auch weiter mit großer Begeisterung an der Entwicklung „deiner“ beiden Sportarten – Handball und Sportakrobatik – interessiert.

Alles Gute Norbert, lass Dich feiern und bleib gesund!
Herzlichst Deine Sportakrobaten der SVG

Dresden  Am vergangenen Wochenende (8./9.05.) trafen sich die Mitglieder der Nationalmannschaft auf Einladung des DSAB in Dresden zu einem Probewettkampf zur Vorbereitung auf die WM Ende Juni/Anfang Juli. Es war der erste gemeinsame Wettkampf des Trios Kira, Lena und Josie (Wettkampfgemeinschaft SKG Erbstetten/SVG Nieder-Liebersbach) nach 17 Monaten pandemiebedingter Wettkampfpause. Die Sportler konnten ihre Übungen vor internationalen Kampfrichtern aus Deutschland zeigen. Danach wurde gemeinsam mit Bundestrainer Igor Blintsov und den Wettkampfrichtern analysiert was wirklich gut gelungen war, an was und in welchen Bereichen die Sportler sich noch verbessern müssen und woran auf der Zielgeraden zur WM noch gearbeitet werden muss.

Hygienisch perfekt organisiert vom Dresdner SC war es ein toller Wettkampf mit einer tollen Erfahrung!

Nieder-Liebersbach  Endlich wieder! Nach mehr als einem halben Jahr "Zwangspause" kam im April der HSAV-Landeskader zum Training in der Nieder-Liebersbacher SVG Halle zusammen. Möglich gemacht hat dies ein ausgeklügletes Corona-Hygiene-Konzept......

...weiter zum Text auf die HSAV Seite

Nieder-Liebersbach  Wir freuen uns sehr darüber, dass Josie und ihre beiden Partnerinnen Kira und Lena vom SKG Erbstetten Sportakrobatik für die Weltmeisterschaft in Genf im Juni/Juli 2021 nominiert wurden!
Harte Arbeit zahlt sich aus 💪 Herzlichen Glückwunsch an euch drei! Ihr könnt stolz auf euch sein 😊

zur DSAB Seite

Liebe Sportler/innen, liebe Eltern, liebe Sportfreunde,


mit großen Schritten nähern wir uns dem Jahresende entgegen. Ein besonderes Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird, geht zu Ende. Die Corona-Pandemie bestimmt unser Leben und hat so ziemlich alles verändert.

Auch geht ein Sportjahr zu Ende, welches für uns alle nicht zufriedenstellend war. Viele große und auch kleine Träume sind in diesem Jahr auf der Strecke geblieben. Es ist zu befürchten, dass es im neuen Jahr auch noch nicht so richtig weitergehen wird. Wir müssen aber versuchen das Beste aus der jetzigen Situation zu machen. Trotz der schwierigen Umstände mit den ausgefallenen Trainingsmöglichkeiten, ausgefallenen Wettkämpfen oder Veranstaltungen, haben wir mit den uns gebliebenen Möglichkeiten weiter gemacht und werden dies auch weiterhin tun.


Wir möchten uns bei allen Trainern/innen, Sportlern/innen, Kampfrichtern/innen, dem gesamten Abteilungsvorstand, der SVG Nieder-Liebersbach und deren Verantwortlichen, allen Helfer/innen für ihr Engagement aufs herzlichste bedanken. Es war ein außergewöhnliches Jahr, das extreme Flexibilität und viele Herausforderungen an uns alle gestellt hat. Schön war, dass ihr alle das so gut mitgemacht habt.


Solange wir nicht in die Halle können, werden wir das Online-Training weiter anbieten. Diese Möglichkeit haben wir einmal mehr unseren engagierten Trainern zu verdanken, denen unser besonderer Dank hier gilt. Im Übrigen freuen wir uns sehr, dass unsere Trainerinnen ihre Trainer B- bzw. C- Lizenzen durch Fortbildungen verlängert haben.


Es gilt jetzt aber nach vorn zu schauen. Sobald wir wieder in die Halle dürfen, haben wir zusätzlich die Voraussetzungen verbessert. Mit 2 unten liegenden Absaugventilatoren im Sportakrobatikraum haben wir dafür gesorgt, dass die Aerosole während des Trainings (wie in den Flugzeugen) abgesaugt werden. Damit soll die Gefahr, sich während des Trainings an Corona zu infizieren, weiter minimiert werden. Gemeinsam Leistungssport betreiben dürfen wir allerdings erst wieder, wenn die Halle freigegeben wird. Hierfür müssen wir alle noch ein wenig dazu tun. Wenn sich jeder an die Abstandsregeln hält, Mund- und Nasenschutz trägt, Kontakte aufs Allernötigste minimiert, sollten wir das alle gemeinsam schaffen. Je mehr mitmachen, desto schneller kommen wir auch an unser Ziel.


Wir wünschen Euch und Euren Familien ein friedliches und geruhsames Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Bleibt alle gesund und uns weiterhin treu.


Für die Abteilungsleitung:


Richard Andolfatto
Jeanette Defièbre-Doering
Katja Feidner-Volckmann

 

 

GemeinsamCorona

Birkenau Vereinsarbeit kostet Geld und allein durch die Einnahmen der Mitglieder lässt sich vieles nicht bewältigen, schon gar nicht in diesem von Herausforderungen geprägten Jahr durch das Corona-Virus. Anlässlich des 20-jährigen Stiftungsjubiläums 2020 der Sparkasse Starkenburg und ihrer Aktion „Herzenswünsche von Vereinen“ gehören in diesem Jahr auch die Gesangsabteilung und die Sportakrobaten der SVG Nieder-Liebersbach zu den 192 glücklichen Vereinen die bei der Erfüllung ihrer „Herzenswünsche“ aktive Unterstützung erfahren durften.
Dank der großzügigen Spende der Sparkassenstiftung Starkenburg freut sich die ganze SVG-Familie über ihr neues Faltzelt und einen neuen Staubsauger für die große Sportakrobatik-Matte. Dieser kam schon einige Male zum Einsatz.

Nieder-Liebersbach Heute, am 26. September 2020, sollte eigentlich unser 10. Horst Stephan Pokal stattfinden. Eigentlich sollte auch schon seit zwei Stunden der geschäftige Betrieb in der SVG Halle fahrt aufnehmen und viele helfende Hände würden alles für einen wiederum gelungenen Wettkampftag vorbereiten. Der Parkplatz neben der SVG Halle würde sich schon reichlich gefüllt haben, die Halle ebenso. Auf und neben der Aufwärm-Matte wären Sportler und Trainer schon fokussiert auf ihren bevorstehenden Auftritt und unsere Vorfreude auf eure Übungen wäre riesengroß. ABER in Zeiten von Corona kommt in diesem Jahr alles anders. Der HSP ist abgesagt, die Sporthalle ist leer und wenn alles gut geht werden wir uns am 25.09.2021 zu unserem 10-jährigen Jubiläm hoffentlich wiedersehen. In diesem Sinne, passt auf euch auf und BLEIBT GESUND!

An Stelle von Informationen rund um den HSP oder einer Startliste, veröffentlichen wir hier nachfolgend eine gelebte Chronik rund um Horst Stephan....

WIE DIE SVG NIEDER-LIEBERSBACH ZUR SPORTAKROBATIK KAM

Nachdem im Dritten Reich, der bereits 1911 gegründete Kraft-Sport-Club verboten wurde, trafen sich 1945 26 sportbegeisterte Bürger zur Neugründung. Einer von ihnen war Horst Stephan.

Horst Stephan trat dem Verein bereits 1943 bei und spielte bis 1947 Handball. Ab 1948 gehörte er den Ringern und Gewichthebern an. Mit Hans Falter II und Hans Falter III nahm er den Pyramidenbau, der bereits in den 20er Jahren eine Hauptattraktion darstellte, wieder auf. Beflügelt von der Idee den Kunstkraftsport im Verein zu etablieren, lernte er erst mit 20 Jahren die damals geforderten fünf „Tricks“ um an Meisterschaften teilzunehmen. Dazu gehörten unter anderem Spagat, Standwaage, Handstand, Freikopf und Knotenhandstand.

Von 1951 bis 1956 trainierte er Schülergruppen als 2. Abteilungsleiter der Schwerathleten. 1961 wurde innerhalb der Schwerathletik die Abteilung Kunstkraftsport gegründet. Zur damaligen Männerdomäne kam 1964 mit Annetraud Emig das erste Mädchen zu den Kunstkraftsportlern. Horst Stephans erfolgreiche Trainerarbeit ermöglichte bereits 1965 die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Mit dem ersten Titelgewinn 1967 durch Heinz und Richard Andolfatto “Die 2 Santos“ begann eine erfolgreiche Laufbahn der Kunstkraftsportler der SVG.

Um diesen Sport auch dem breiten Publikum näher zu bringen, organisierte er ab 1966 21 Jahre lang die Sport- und Akrobatikschau am Ostersonntag. Dies und die bejubelten Auftritte bei Herbstsportfesten bewog ihn 1970 die selbständige Abteilung Kunstkraftsport zu gründen, die bisher noch immer der Ringerabteilung angegliedert war. Bis 1986 stand er der Abteilung vor und führte „seine Sportler“ zu 30 deutschen Meistertiteln in verschiedenen Disziplinen. Ebenso blieb es nicht aus, dass SVG Sportler in die Deutsche Nationalmannschaft zu Länderkämpfen und internationalen Meisterschaften berufen wurden.

Doch das war nicht alles. Neben seiner Abteilungs- und Trainertätigkeit engagierte er sich im Hessischen Sportakrobatikverband (HSAV). Er war 9 Jahre Landesjugendleiter (1969-1978);   9 Jahre (1977-1986) Landessportwart und 9 Jahre Vize-Präsident des HSAV (1986-1995). Ab 1970 war er auch Kampfrichter im Hess. Kunstkraftsport-Verband. 5 Jahre später wurde er Kampfrichter auf Bundesebene. Ab 1977 folgte die internationale Kampfrichterlizenz. Nach ungezählten nationalen und 35 internationalen Einsätzen beendete er nach 31 Jahren 2001 dieses Amt. Es entwickelten sich unzählige Kontakte und Freundschaften. Unter anderem die 25-jährige Freundschaft mit dem Präsidenten des Französischen Akrobatikverbandes Mathieu Ross von Rocher Freyming-Merlebach. Ebenso mit der Schweizer Akro-Gruppe Winterthur.

Die Freundschaften im „internationalen Geschäft“, die er als Funktionär und internationaler Kampfrichter bei Europa- und Weltmeisterschaften schließen konnte, bildeten auch die Basis für 5 Länderkämpfe mit Bulgarien (2), Polen (2) und Ungarn (1), die in der Großgemeinde Birkenau stattfanden. Gleiches galt für die Sportakrobatikgala mit Kulturaustausch. 1995 und 1999 mit der Chinesischen Nationalmannschaft sowie 1997, 2004, 2007 und 2015 mit der Russischen Nationalmannschaft.

1996 initiierte er mit den Sportakrobaten aus Sensbachtal eine Benefizveranstaltung für einen schwer verunglückten Akrobaten. Neben der Chinesischen Nationalmannschaft nahmen auch die Deutschen Spitzenakrobaten daran teil.

Seit er 1986 die Abteilungsleitung abgab, steht er der Abteilung mit Rat und Tat zur Seite. Zahlreiche Auszeichnungen füllen Vitrinen und Alben. Besonders stolz ist er auf die Leistungsplakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Anläßlich seines 85. Geburtstages 2014 wurde ihm die silberne Ehrenplakette der Gemeinde für herausragende Verdienste von Bürgermeister Helmut Morr überreicht. Anschließend durfte er sich auch im Ehrenbuch der Gemeinde Birkenau verewigen.

Ende August 2019 feierte Horst seinen 90. Geburtstag.

All das wäre nicht möglich gewesen, ohne die tatkräftige Unterstützung seiner Frau Gertrud. Sie fungierte im Hintergrund als Ratgeber und Zuhörer, hatte stets ein offenes Haus und noch heute ist jeder willkommen. Drei Kindern, fünf Enkelkindern und zwei Urenkeln widmete er seine Zeit.

Wir, die Sportakrobaten, haben Horst Stephan unendlich viel zu verdanken und finden dennoch nicht genügend Worte um   D A N K E   zu sagen.

Nachruf

Horst Stephan ist am 14. Juli 2020 verstorben. Wir werden Horst in ehrenvoller und dankbarer Erinnerung behalten und sein Lebenswerk fortsetzen. 

 

Nieder-Liebersbach  Bei den Wettkampfformationen in der Leistungsgruppe hat man sich seit Wiederaufnahme des Kontakttrainings Mitte Juni inzwischen an die „neue“ Trainingseinteilung in kleine, gleichbleibenden Gruppen, verteilt auf 6 Tage die Woche, gewöhnt. Es ist halt gerade irgendwie alles anders als vor Corona. Aber wir versuchen das Beste aus der gegebenen Situation zu machen. Durch die Nutzung des Sportakrobatikraumes sind wir aber zum Glück hier sehr flexibel. Das Trainer- und Vorstandsteam steht im stetigen Online-Kontakt um flexibel reagieren zu können. Die kleinen Trainings-Gruppen werden bis auf Weiteres erst einmal beibehalten um bei einer möglichen Corona-Infektion nicht den kompletten Leistungssportbetrieb in Quarantäne schicken zu müssen, sondern dann "nur" die betreffende kleinere Gruppe. Seit Ende der hessischen Schulferien und bis auf Weiteres finden auch wieder -teilweise noch eingeschränkt und zu anderen Zeiten- die Übungsstunden bei der Breitensportgruppe (freitags im Ringerraum von 16:30-18:30 h für 3-14 jährige), Minis (freitags, 17:00-18:00h im hinteren Drittel der großen Halle für 4-6 Jährige / Fördergruppe der Leistungsgruppe) und Midis (ab 6 Jahre, freitags, 18:15-19:15h im hinteren Drittel der großen Halle/Fördergruppe der Leistungsgruppe) statt.

Aufgrund der Coronaregeln können generell aktuell keine Geschwister oder Eltern beim Training als Zuschauer in der Halle anwesend sein. Ebenso muss man sich zu jedem Training vorab per Whats-App beim zuständigen Trainer an- bzw. abmelden, damit die Teilnehmeranzahl überschaubar und händelbar bleiben.

Probetrainings können nur mit Voranmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und entsprechender Bestätigung stattfinden.

Die Übungseinheiten - der Breitensportgruppe, Minis und Midis und wo möglich auch bei den Wettkampfformationen - finden alle vorerst nach Möglichkeit mit Abstand und den AHA-Regeln statt.

Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen und Vorsichtsmaßnamen unsererseits bedeuten auch zusätzlichen Aufwand. Bisher klappt das aber alles sehr gut.

Vielen Dank an ALLE hierfür.

Achtet weiterhin auf Euch & Eure Mitmenschen #gemeinsamgegencorona

 

Die SVG Sportakrobaten trauern um Horst Stephan           

Am 14. Juli 2020 ist Horst Stephan, Ehrenmitglied und Ehrenabteilungsleiter der SVG Sportakrobaten, im stolzen Alter von fast 91 Jahren, nach einem von sport- und vereinsgeprägtem Leben, friedlich für immer eingeschlafen. Mit ihm verliert nicht nur die SVG, sondern auch der Vogelschutzverein und die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Liebersbach ein sehr geschätztes Mitglied.
Die Sportakrobaten beklagen mit dem Ableben von Horst Stephan den Verlust ihres Gründers, eines Visionärs seiner Sportart und die gute Seele der Abteilung. Den Platz, den er jahrelang bei fast jedem Training in der Sporthalle mit seiner interessierten Art und Anwesenheit ausfüllte, bleibt nun für immer leer. Seinen letzten Auftritt hatte er im September 2019, bei dem Turnier das seinen Namen trägt, dem 9. Horst Stephan Pokalturnier.
Stephan war Gründer, Abteilungsleiter, Trainer, Kampfrichter und Betreuer der SVG Sportakrobaten. Unter seiner Obhut reiften viele Sportler/innen zu wahren Spitzenkönnern ihres Fachs heran und machten „ihr kleines Dorf“ zu einer Hochburg ihrer attraktiven Sportart und weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Sein Name bürgte für Qualität und hohes, sportliches Niveau.
Horst Stephan wurde am 24. August 1929 in Nieder-Liebersbach geboren und ist in dem Haus aufgewachsen, in dem er mit seiner Frau Gertrud bis zu seinem Tode gelebt hat. Dort zogen sie gemeinsam ihre drei Kinder groß und erfreuten sich zudem über fünf Enkelkinder und zwei Urenkelkinder. Sein Urgroßvater, seines Berufes Waldschütz, vererbte ihm wohl die Liebe zur Natur und zum Holz. So erlernte Horst den Beruf des Schreiners und arbeitete als Modellschreiner in der Stuhlfabrik Welzel in Birkenau.
Sportlich geprägt durch seinen Vater (er war Sportler im damaligen Kraftsportclub 1911) spielte Horst zunächst Handball und wechselte nach dem Krieg in den Bereich Schwerathletik, in der neugegründeten SVG. Dort agierte er als Ringer und Gewichtheber und ließ sich schon früh von den älteren Sportlern in den Pyramidenbau einführen. Während er die Ringerjugend trainierte, baute er systematisch den Kunstkraftsport auf. Bereits 1965 ermöglichte seine hervorragende Trainerarbeit die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Die ersten Früchte seiner unermüdlichen Arbeit durfte er bereits zwei Jahre später mit dem Titelgewinn von Heinz und Richard Andolfatto, „die 2 Santos“, ernten und begründete damit die erfolgreiche Ära der Kunstkraftsportler der SVG. Um „seinen“ Sport einem breiten Publikum näher zu bringen, organisierte er ab 1966 die Sport- und Akrobatikschau am Ostersonntag, ganze 21 Jahre lang. Dies und die bejubelten Auftritte bei den Herbstsportfesten, bewogen Horst Stephan 1970 die selbstständige Abteilung Kunstkraftsport innerhalb der SVG zu gründen. Dieser stand er bis 1986 als Abteilungsleiter vor und während sich der Kunstkraftsport hin zur modernen Sportakrobatik entwickelte, führte er seine Sportler zu insgesamt 30 Deutschen Meistertiteln in verschiedenen Disziplinen. Etliche Berufungen von Sportlern der SVG in die deutsche Nationalmannschaft und Teilnahmen an internationalen Wettkämpfen durfte er zudem zu seinen Erfolgen zählen.
„Wir sind nie in Urlaub gefahren“, erzählte er einmal und dennoch ist er so weit gereist wie nur wenige seiner Generation. Als Trainer und Kampfrichter begleitete er seine Sportler in 34 Länder Europas, Asien und Amerikas.
Auch als Funktionär war Horst Stephan aktiv. Neben seiner Abteilungs- und Trainertätigkeit engagierte er sich im Hessischen Sportakrobatik Verband (HSAV). Er war 9 Jahre Jugendleiter (1969-1978), 9 Jahre Landessportwart (1977-1986) und von 1986-1995 Vizepräsident des HSAV. 1975 erwarb er die Bundeslizenz und 1977 die internationale Lizenz als Kampfrichter. Nach ungezählten nationalen und 35 internationalen Einsätzen beendete er nach 31 Jahren 2001 dieses Amt. Es entwickelten sich unzählige Kontakte und Freundschaften und bildeten auch die Basis für 5 Länderkämpfe mit Bulgarien (2x), Polen (2x) und Ungarn, die in der Großgemeinde Birkenau stattfanden. Gleiches galt für die Sportakrobatikgala und den Kulturaustausch mit der Chinesischen (2x) und Russischen Nationalmannschaft (4x).
Seit 2010 trägt die SVG jährlich ein nationales Sportakrobatikturnier aus das seinen Namen trägt - ein Geschenk der Abteilung zu seinem 80. Geburtstag.
Über 70 Jahre hat sich Horst Stephan immer wieder für den Sport eingesetzt und sich dabei auch fürsorglich um den Nachwuchs gekümmert. Er ist ein Vorbild an ehrenamtlichen Einsatz und ein Anreiz für Trainer und Abteilungsmitglieder im Verein ihm nachzueifern. Zahlreich sind auch die Ehrungen die Stephan in seinem Leben erfahren durfte. So ist er Träger der silbernen Ehrennadel des Deutschen Sportakrobatik Bundes (DSAB) sowie Ehrenmitglied im Hessischen Sportakrobatik Verband (HSAV) und des DSAB. Ihm wurde die Goldplakette des Innenministers von Rheinland-Pfalz, die Goldmedaille des französischen Sportakrobatikverbandes und der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.
Besonders stolz war Horst Stephan aber auf die Auszeichnung mit Leistungsplakette in Silber der Deutschen Olympischen Gesellschaft, die ihm 1995 bei der Sportakrobatik-Gala in Birkenau überreicht wurde.
Anlässlich seines 85. Geburtstages bekam er die silberne Ehrenplakette der Gemeinde für herausragende Verdienste von Bürgermeister Helmut Morr überreicht. Bleibt noch zu erwähnen, dass ihm alle Ehrungen, die die SVG zu vergeben hat, verliehen wurden.
Wir werden Horst in ehrenvoller und dankbarer Erinnerung behalten. Seiner Familie gehört in diesen schweren Stunden unsere Anteilnahme.
Aufgrund der aktuellen Lage fand die Trauerfeier am Donnerstag, den 24. Juli 2020 im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

 

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