„Alleine ist man stark, gemeinsam unschlagbar“ ❤️
Lange mussten wir pandemiebedingt auf den alljährlichen Jahresauftakt mit einem gemeinsamen Trainingslager warten - dieses Jahr war es endlich wieder so weit. Hoch motiviert fanden sich Sportler und Trainer am Dreikönigswochenende in der Halle ein und neben dem intensiven Training mit insgesamt rund 15h kam auch der Spaß nicht zu kurz 😄 Gleich zwei Mal durften alle in der Halle übernachten und es wurde bis in die Nacht gelacht, gesungen und getanzt. Zum Abschluss gab es dann noch einen kleinen Neujahrsempfang bei dem auch die Eltern mit einem Glas Sekt auf das vergangene Jahr zurückblicken und das neue Willkommen heißen konnten.
Wir freuen uns auf ein tolles neues Sportakrobatikjahr 2023 🤸‍♀️

Die Gelegenheit möchten wir gleich nutzen, um unseren Trainerinnen zu danken, die schon Ende letzten Jahres viel Zeit investiert haben und an einer bundesweiten Trainerfortbildung unter Leitung des britischen Erfolgstrainers Daniel Cook teilgenommen haben. Es wurden viele Themen vertieft und auch einiges Neues mitgenommen, welches gleich in unserem ersten Trainingslager Anfang Januar umgesetzt wurde - ein Beitrag hierzu folgt in den nächsten Tagen, seid gespannt 🤩💪🏻
Thank you again Daniel Cook Acrobatic Gymnastics Education for an outstanding coaching clinic, the deep insight into a variety of topics and the enormous amount of exercises that we can now incorporate into our daily training!

Kassel  Eiskalte Temperaturen und Neuschnee erwarteten den SVG Bus nach einer dreieinhalbstündigen Fahrt in den Norden Kassels zum letzten Liga-Wettkampf des Jahres. Krankheitsbedingt musste die komplette A-Klasse Mannschaft pausieren und so lag das Augenmerk auf den ebenfalls dezimierten Nachwuchsformationen.
Vier Damenpaare traten für die SVG an.
Die neue Choreographie, sauber geturnte Elemente und ein eleganter neuer Wettkampf-Anzug überzeugen auf Anhieb. Damit sicherten sich Emilia Neidig und Taissia Ehret Platz 1 bei den WKK1.1 Paaren. Lena Bartylak und Lotta Steinmann nahmen erneut und souverän abliefernd die Tabellenspitze bei den WKK 1.2 Paaren ein und untermalten mit der Tageshöchstnote im gesamten Nachwuchs erneut ihre Topform. Platz 4 in gleicher Klasse ging an Maja Bartylak und Lorena Wolk, die diesmal mit angezogener Handbremse über die Matte wateten, einen Platz dahinter reihten sich Tamika Schneider und Catharina Träger in das x-Formationen umfassende Konkurrenz mit ein. Beide Formationen konnten erst kurz vor den Wettkampf wieder ins Training einsteigen, weil krank.und nur einen Teil ihrer Form abrufen. Umso höher ist die Mannschaftsleistung einzuordnen, weil die Stimmung im Team klasse war.
Die Nachwuchsmannschaft belegte in der Endabrechnung Platz 1 und gewinnt den 2. Liga-Wettkampf in Folge und baut ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Zugleich sicherten sich alle vier SVG Formation die Qualifikationsnorm für die Hessische Nachwuchsbestenermittlung im April und blicken nach einer wohlverdienten Pause motiviert auf den vollen Wettkampfkalender im neuen Sportakrobatikjahr 2023.

Frankfurt am Main   Bei der diesjährigen Verleihung des renommierten Lu-Röder-Preises vom Landessportbund Hessen, wurde Jeanette Defièbre-Doering (SVG Nieder-Liebersbach/Sportakrobaten) mit dem Preis in der Kategorie „Vorbild/Lebenswerk“ in Frankfurt ausgezeichnet. Der in dieser Kategorie mit 1.500 Euro dotierte Preis wird jährlich an engagierte Frauen verliehen, die sich im organisierten Sport in besonderem Maße für die Belange von Mädchen und Frauen stark machen. Jeanette Defièbre-Doering setzte sich gegen weitere Bewerberinnen durch, die von Sportkreisen und Vereinen vorgeschlagen wurden.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Jeanette Defièbre-Doering als Trainerin bei den Sportakrobaten der SVG Nieder-Liebersbach. Dazu ist sie schon viele Jahre als stellvertretende Abteilungsleiterin im Amt und neben den umfangreichen koordinativen Aufgaben setzt sie sich im besonderen Maße auch für die Interessen und den Schutz der Sportlerinnen ein. Einst feierte sie mit ihren Partnerinnen selbst große Erfolge bei nationalen und internationalen Wettkämpfen auf großer Bühne und blieb nach der aktiven Zeit „ihrer Sportart“ in führender Position weiter treu. Private Termine müssen sich bei ihr nach dem Sport richten. Ihre Familie und Freunde wissen: Trainingszeiten und Wettkämpfe gelten als gesetzt und sind nicht verhandelbar!
Die Laudatorin Dagmar Schmitt-Merkl, Mitglied im Isb-h-Landesausschuss f. Gleichstellung im Sport, betonte in ihrer Rede, dass sie sich noch viel mehr aktive Frauen wie Jeanette in Führungspositionen wünsche. Mir ihrem Engagement motiviert Jeanette auch junge Sportlerinnen selbst ehrenamtlich aktiv zu werden und sei zugleich Ansprechpartnerin für alle Fragen und Probleme junger Sportlerinnen.
Zudem unterstrich die Laudatorin, dass mit der Verleihung des Lu-Röder-Preises Defièbre-Doerings Lebenswerk keinesfalls vollendet sei. Die Vergabe des Preises soll als große Wertschätzung für das bisher geleistete gesehen werden und gleichzeitig Motivation sein, noch viele Jahre für den Sport -für die Frauen- Gutes zu tun.
Wie wichtig das Engagement der Preisträgerin ist, verdeutlichte lsb h-Präsidentin Juliane Kuhlmann im Rahmen der Preisverleihung. So leiste Jeanette nicht nur wertvolle Basisarbeit, sondern sei auch Vorbild. Es gäbe im Bereich Gleichstellung trotz einiger Fortschritte weiterhin viele Herausforderungen mit dem Blick auf das Geschlechterverhältnis im organisierten Sport.
In weiteren Ansprachen brachten sowohl Volker Buser, Kreisbeigeordneter Kreis Bergstraße, als auch Jochen Kruse, 1. Vorsitzender der SVG, ihre Wertschätzung für das große Engagement der Preisträgerin zum Ausdruck. Mit einer kleinen Exkursion entführte Dr. Doreen Heckmann-Nötzel (sportliche Leitung SVG Sportakrobaten) die Anwesenden in die Welt der Sportakrobatik, untermalt von Auszügen aus Übungen dreier Wettkampfformationen der SVG-Akrobaten.


(Der Lu-Röder-Preis erinnert an eine Frau, die zwischen 1973 und 1987 dem lsb h-Präsidium angehörte. Zu einer Zeit, als es eine Seltenheit war, dass Frauen in Führungspositionen Verantwortung übernahmen. Lu Röder (1921–1987) war Vordenkerin und kämpfte unermüdlich – auch in vielen anderen Ämtern – für Strukturen, von denen Frauen nachhaltig profitiert haben. Sie setzte sich einerseits für das selbstbestimmte Sporttreiben von Frauen ein und ermutigte Frauen andererseits, Führungspositionen im Sport zu übernehmen. Dafür entwickelte das langjährige Mitglied der TG Darmstadt Konzepte und Qualifizierungsmaßnahmen. Der Lu-Röder-Preis wurde 1989 erstmals verliehen. Seitdem wurden auf 34 Verleihungsveranstaltungen insgesamt 43 Preisträgerinnen ausgezeichnet. Seit 2018 wird der Preis in zwei Kategorien vergeben.)

Nieder-Liebersbach/Birkenau  Mit dem Tagessieg in der der Landesliga und einem 5. Platz in der Hessenliga sind die Mannschaften der SVG Nieder-Liebersbach einen Tag nach dem Horst Stephan Pokal in der Birkenauer Langenberghalle in die Ligasaison 2022/23 des Hessischen Sportakrobatikverbandes gestartet. Erstmalig richtet sich die Liga nicht mehr nach dem Kalenderjahr, so ist der 2. Wettkampftag im November terminiert und im Frühjahr 2023 werden zwei weitere folgen.
In toller Form präsentierte sich zum Auftakt der SVG-Nachwuchs in der Landesliga. In der quantitativ am stärksten besetzen Altersklasse WKK 1.2 führte an Lotta Steinmann und Lena Bartylak kein Weg vorbei. Sie holten sich mit Höchstwertung den Tagessieg. Ihnen auf den Fersen, knapp dahinter auf dem 3. Platz landeten Maja Bartylak und Lorena Wolk und holten ebenso wichtige Punkte für die Mannschaftswertung. Trotz vieler Trainingsausfälle begeisterten auch Catharina Träger und Tamika Schneider mit ihrer Übung und platzierten sich auf einem guten 6. Rang.
Bei den Damenpaaren der WKK1.1 holten sich Emmy Meyer und Hannah Ehret den 2. Platz und Taissia Ehret mit Emilia Neidig folgten knapp dahinter auf Rang 3.
Mit dem Sieg setzt sich die SVG erstmal an die Spitze der Landesliga gefolgt von der SG Arheilgen und dem KSV Baunatal.
In der Hessenliga holte sich mit deutlichem Abstand der SVH Kassel den ersten Tagessieg. Dahinter geht es im Zehntelbereich äußerst knapp zu. Die Verfolger TV Dettingen, SG Arheilgen, KSV Baunatal und die SVG auf Platz 5 trennen jeweils nur wenige Zähler rechts vom Komma.
Zu Ligastart, so will es das Regelwerk des HSAV, war von den Akteuren eine Balance-Übung gefordert. Nicht hoch genug anrechnen kann man da die Vorstellung des Damenpaares Antonia Harbich und Laila Breitwieser Arroyo. Mit viel Akribie und Disziplin hat das Duo nach Umstellungen innerhalb von nur 4 Wochen eine neue Kombi- und Balance-Übung einstudiert, letztere präsentierten sie hier zum ersten Mal. Belohnt wurden sie mit einer tollen Wertung, auch wenn durch ein zu kurz gehaltenes Element ein 0,3 Punkte-Abzug hingenommen werden musste. Sie landeten in ihrer Altersklasse auf dem 3. Platz. Vor ihnen auf dem zweiten Rang platzieren sich ihre Mannschaftskolleginnen Fabienne Lay und Mathilda Hasselmann mit toller Übung und einer hohen Techniknote.
Für das Trio Viktoria Baron/Emily Manser/Maja Hassel (WKK2), war es nach der Verletzung von Maja bei der Nachwuchsbestenermittlung in Taucha Ende September und nach nur einem Training, der erste Auftritt auf der Wettkampfmatte. Gut gelöst und präsentiert, mit Luft nach oben für weiteren Aufgaben, belegten sie in ihrer Altersklasse den 2. Platz.
Die „Vielstarter“ der letzten Wochen Lena Wischnewski/Emily Neher/Sarah Himmel (Junioren1) kamen gut durch die Übung, einzig 0,3 Abzug für einen zu kurz gehaltenen Handstand schmälerte die Wertung ein wenig.
Dementsprechend positiv fiel das Lob von Doreen Heckmann-Nötzel, sportliche Leitung der SVG Akrobaten, aus. Sie geriet beim Resümee nach dem Wettkampf mit der Mannschaft geradezu ins Schwärmen. „Ich bin so stolz auf die Sportler und auf jede einzelne Leistung, die sie heute gezeigt haben und auch den Trainern gebührt ein großes Lob“.

Nieder-Liebersbach/Birkenau  Mit dem 11. Horst Stephan Pokal am Samstag und mit der Ausrichtung vom Ligastart des HSAV am Sonntag in der jeweils gut gefüllten Langenberghalle Sporthalle in Birkenau, liegt wieder ein mega Sportakrobatik-Wochenende hinter den SVG Sportakrobaten. Der Dank gilt an dieser Stelle allen ehrenamtlichen Helfer*innen, Spendern und Sponsoren, ohne deren Engagement über Wochen, diese Doppelveranstaltung niemals hätte realisiert werden können, allen voran Abteilungsvorstand Richard Andolfatto, Jeanette Defièbre-Doering und Dr. Doreen Heckmann-Nötzel.

Ein großes Dankeschön geht auch an die unverkennbare Stimme des HSP, Bernhard Bitsch, für seine wiederholt charmante und fachkundige Moderation durch den Wettkampftag. Und stellvertretend, für noch so viele andere, sei hier die Gemeinde Birkenau, die LBS Birkenau, der TSV Birkenau, der SV Mörlenbach, der Sportkreis Bergstraße und das DRK Birkenau für ihre Unterstützung genannt. Es sind die vielen (kleinen) Rädchen die ineinandergreifen um am Ende Großes zu bewältigen.

Insgesamt waren mit 25 Vereinen aus 11 Bundesländern über 250 Sportler und Sportlerinnen wieder nach Südhessen gekommen. Nach der Begrüßungsrede von Abteilungsleiter Richard Andolfatto, stellte auch der Vorsitzende der SVG, Jochen Kruse, die Organisatoren und ehrenamtlichen Helfer für ihr Engagement in den Vordergrund. In Relation zur Größe des Vereins ist es immer wieder eine beachtliche Leistung ein Turnier von dieser Dimension auf die Beine zu stellen.
Der Kreisbeigeordnete Volker Buser überbrachte die Grüße des Kreises Bergstraße und erinnerte an den Namensgeber des Turniers, dem es zeitlebens gelang Sportler verschiedener Generationen und Kulturen über Grenzen hinweg zu verbinden. Den großen Pokal der Mannschaftswertung konnte in diesem Jahr der TSGV Albershausen (Baden-Württemberg) mit nach Hause nehmen. Die SVG-Mannschaft erkämpfte sich den 5. Platz.
Einen großen Anteil daran hatten Lotta Steinmann & Lena Bartylak, die sich nicht nur den Tagessieg bei den WKK1.2 Paaren sicherten, sondern auch gleich noch die Tageshöchstnote aller Nachwuchsstarter erturnten. Das hervorragende Abschneiden rundete der Silberplatz von Maja Bartylak & Lorena Wolk und Platz 5 für Catharina Träger & Tamika Schneider ab. Ebenfalls Platz 5 erreichten Emmy Meyer & Hannah Ehret bei den Paaren der WKK1.1.
Silber glänzte auch die Medaille für Lena Wischnewski/Emily Neher/Sarah Himmel bei den Trios der Junioren1.
Mächtig Eindruck hinterließen Antonia Harbich & Laila Breitwieser Arroyo, die sich mit ihrer schwungvollen Kombiübung schließlich selbst, für ihren intensiven Trainingseinsatz der letzten Wochen, mit der Goldmedaille bei den Junioren2 belohnten. Am Ende eines langen Wettkampftages übergab, neben anderen namhaften Funktionären, auch der Nieder-Liebersbacher Ortsvorsteher Mark Steinmann bei der Siegerehrung die Medaillen an die Sportler.

 

Budapest/Augsburg  Schlag auf Schlag, im wöchentlichen Rhythmus, heißt es im Oktober für das Junioren-Trio Lena Wischnewski, Emily Neher und Sarah Himmel von den Sportakrobaten aus Nieder-Liebersbach.

So ging es zu Monatsbeginn nach über 24 Jahren, damals noch mit Horst Stephan und Heinz Andolfatto, für eine Formation der SVG Nieder-Liebersbach wieder nach Budapest zu einem internationalen Turnier. Diesmal eine Auswahl des Hessischen Sportakrobatik Verbandes, der die Damengruppe Wischnewski/Neher/Himmel, gemeinsam mit Trainerin Tamara Dien und Doreen Heckmann-Nötzel als Kampfrichter, nominierte. Und auch wenn das Programm und die Wettkampftage einen straffen Zeitplan voraussah, war es für die Sportlerinnen eine gute Gelegenheit internationale Wettkampfluft zu schnuppern und neue Erfahrungen zu sammeln. Die für das SVG Trio frühe Startzeit mit “Hallo-wach-Effekt” brachte gleich eine starke Leistung auf die Matte. Es zahlte sich aus, dass im Vorfeld noch an der Zusammensetzung der Elemente gefeilt worden war.

Sehr hohe Techniknoten resultieren in einem überraschenden dritten Platz hinter Israel und Schottland in dem 16 Damengruppen umfassenden internationalen Starterfeld. Und erstaunlich, welche Formationen da alles hinter sich gelassen hat. Auch die Dynamik-Übung lief gut für das Trio, auch wenn die Höhe der Wurf-Elemente gut und gerne ein paar cm mehr vertragen hätte. Platz 8 und überglückliche Gesichter bei den Akteuren, denn dies bedeutete den Finaleinzug. An dieser Stelle muss man erwähnen, dass Lena, Emily und Sarah eigentlich noch in der Jugendklasse starten und die Anforderungen der Junioren erst im kommenden Jahr greifen. Als Vorgeschmack auf die kommende Saison und zu einem ersten Reinschnuppern in dieser höheren Leistungsklasse, war dieser Wettkampf die beste Erfahrung. Deshalb war man auch mit Platz 8 im Finale hinter England, Schottland, Polen und Österreich mehr als zufrieden.
Mit im Gepäck nach Deutschland brachten die Liebersbacherinnen eine große Portion Motivation, die Schwierigkeiten ihrer Elemente weiter zu steigern und an ihrer Artistik zu feilen. Dazu kamen noch jede Menge kreativer Ideen, um ihre Choreographie aufzupeppen. In Erinnerung bleiben aber auch die Sportlerparty auf der Donau, zwischen Fischerbastei und Parlament, und die neu geknüpften Freundschaften.

Kaum zuhause ging es knapp eine Woche später in den Südwesten Bayerns nach Augsburg, dort fand die Deutsche Meisterschaft der Junioren1 statt. Hier wollte man sich unter den Augen des Bundestrainers empfehlen. Diesmal war die Dynamik-Übung der Einstieg in den Wettkampf. Ein paar Unsicherheiten und wieder die geringen Höhen der Flugelemente resultieren in mäßigen Wertnoten, aber immerhin noch Platz 10 von 21 Damengruppen. Besser lief es dagegen mit der Balance-Übung, wenn auch nicht ganz so sauber wie in Budapest. Mit einem 5. Platz erreichte sie den Finaleinzug in die Top10. Eine ordentliche Kombiübung festigte den 6. Platz im Mehrkampf hinter den Damengruppen aus Hoyerswerda und Dresden, die alle Vorteile einer Sportschule oder festangestellten Trainern und Choreografen nutzen können. Umso höher ist die gezeigte Leistung der drei zu beurteilen.

An das herausfordernde Oktober-Wettkampfprogramm knüpfte nahtlos das dritte Wochenende mit Horst Stephan Pokal am Samstag und dem Saisonstart der hessischen Ligen am Sonntag an.

Taucha  Coronabedingt um ein Jahr verschoben, fand heuer im sächsischen Taucha die Bestenermittlung des Deutschen Sportakrobatik Nachwuchses statt. Zu diesem Wettbewerb, mit Mannschafts- und Einzelwertung, hatte der Hessische Sportakrobatik Verband, aufgrund ihrer konstant guten Leistungen im ersten Sportakrobatik-Halbjahr, auch drei Formationen der SVG Nieder-Liebersbach nominiert. So nutzten die zwei Damenpaare Lotta Steinmann/Lena Bartylak und Maja Bartylak/Lorena Wolk sowie das Trio Viktoria Baron/Maja Hassel/Emily Manser die Sommerferien zur intensiven Vorbereitung auf den Wettbewerb. Es wurden zusätzliche Trainingstage anberaumt und sogar eine komplett neue Choreografie einstudiert.

Mit dieser neuen Übung gelang den Vize-Landesmeistern Steinmann/Bartylak eine Spitzenleistung in der Qualifikationsrunde. Sie erhielten die höchste Artistik-Wertung für ihre tänzerische Darbietung in der Konkurrenz der Klasse WKK1.2 und zogen trotz eines Zeitfehlers beim Kopfstand als Favoriten in das Finale ein.

Hoch motiviert ihrer kleinen Schwester nachzufolgen präsentierte Maja Bartylak mit Oberpartnerin Lorena Wolk ihre schöne Übung in der gleichen Klasse. Sie zeigten sauber geturnte Balanceelemente, einzig die Überdrehung beim Werfen in den Armen und die noch unterschiedliche Ausbildung in den Sprungserien bescherten Abzüge. Aber ein dritter Rang von 27 Damenpaaren und der Finaleinzug, mit nur knapp vier Zehntel Rückstand auf Lena und Lotta, ließ die beiden strahlen.

Im Finale der Top10 waren die Podiumsplatzierungen hart umkämpft. Beide SVG-Paare stellten ihr hohes Leistungsniveau erneut unter Beweis und zeigten abermals eine starke Vorstellung. Die Spannung stieg noch ins Unermessliche, als bekannt wurde, dass die computergenerierte Anzeige der Wertungsnoten und Platzierungen fehlerhaft war. Nach Verkündung der Ergebnisse war dann die Enttäuschung erstmal groß, denn mit Platz 4 haben Lotta und Lena nur hauchdünn das Edelmetall verpasst und Maja und Lorena belegten am Ende einen 7. Rang.
“Wir Trainer, Kampfrichter und Fans sind hochzufrieden und stolz über die erbrachten Leistungen unserer Formationen und die Finaleinzüge”, lobte Trainerin Katja Döhrer, die die SVG-Delegation vor Ort betreute. Dies galt vor allem auch für das Damentrio Maja Hassel, Viktoria Baron und Emily Manser. Die Drei trainieren erst seit knapp einem Jahr zusammen und trotz vieler Trainingsausfälle im vergangenen Jahr waren sie stolz, dass der HSAV sie mit der Nominierung zu dieser Meisterschaft bedacht hatte. Sie starteten gut in den Wettkampf und präsentierten sichere Balanceelemente. Mit einem tollen 7. Platz bei einer Konkurrenz von 20 Damengruppen turnten sich ins Finale der Top10. Leider verletzte sich Maja kurz vor Beginn der Finals beim Einturnen, sodass die drei ihr Finalticket nicht einlösen konnten.

Grund zur Freude gab es dann dennoch bei der Siegerehrung der Mannschaften der WKK1.2 Klassen. Völlig unerwartet errangen Lotta Steinmann und Lena Bartylak gemeinsam mit einem Damenpaar aus Baunatal und einem Trio aus Arheilgen, die Goldmedaille für den Hessischen Sportakrobatik Verband und sorgte für einen versöhnlichen Abschluss der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der Nachwuchsformationen.

Birkenau / Nieder-Liebersbach   An gleich zwei Veranstaltungen haben unsere Formationen heute mitgewirkt. Beim Sommerfest von "Hilfe zum Leben" in Birkenau waren die Besucher genauso begeistert von ihrer Darbietung wie bei der Mannschaftsvorstellung der SVG-Ringer an der Liebersbacher Sporthalle. Und auch unseren Sportlern hat es riesen Spaß gemacht.

Mainz-Gonsenheim    Strahlende Gesichter beim SVG Trio Sarah Himmel, Emily Neher und Lena Wischnewski nach seiner letzten Übung, die es gerade bei der Sportakrobatik-DM auf die Matte gezaubert hatte. Kurz zuvor schauten sie beim Verlassen der Matte noch etwas ungläubig drein, wohl selbst überrascht, was sie eben dort auf der Wettkampffläche dem begeisterten Publikum präsentiert hatten. Glücklich lagen sie sich nach Bekanntgabe der Wertung in den Armen, um wiederum nur Minuten später voller Stolz bei der Siegerehrung ihre zweite DM-Medaille entgegenzunehmen, nach Bronze sollte es diesmal Silber sein. Die Deutsche Meisterschaften der Jugend in Mainz-Gonsenheim waren fast ein Heimspiel für das Nieder-Liebersbacher Trio, die Unterstützung durch den mitgereisten Fanblock war groß und so wurden die Sportlerinnen nach der Ehrung schon vor Ort kräftig geherzt und gefeiert.

Im Rückblick verlief das erste Halbjahr für Himmel, Neher und Wischnewski alles andere als planmäßig. Covid und Verletzungen durchkreuzten immer wieder ihre Wettkampfvorbereitungen, sodass sich die volle Leistungsfähigkeit nur in wenigen Wettkampf Momenten erahnen ließ. Entsprechend verhalten hatten sie dann auch ihre Ambitionen für die DM, mit einem Erreichen der Top 10 bei mehr als 25 gemeldeten Damengruppen, sehr vorsichtig formuliert.

Vertrauen in ihr Können und nötigen Rückenwind für die Meisterschaft konnten sie dann aus dem Gewinn des Norbert Müllmann Hessenpokals eine Woche zuvor schöpfen und mit auf den Weg nach Mainz nehmen.


Sichtlich nervös starteten sie mit ihrer Balance-Übung in den Wettbewerb und meisterten zweimal Aufgrätschen und zwei Handstände. Keine andere Formation zeigte dieses Risiko. Es wackelte hier und da etwas, das Publikum samt mitgereister SVG Anhang hielt die Luft an. Am Ende stand ein überraschender, aber leider blecherner Platz 4 zu Buche.

In der Dynamik-Übung, ihrer Paradedisziplin, lief es dagegen wie geschmiert. Die Salti, ob gehockt, gebückt, gestreckt, wurden alle in toller Flughöhe und technisch sauber ausgeführt. Beflügelt von ihrem eigenen Leistungsvermögen wurde ihre "Flugshow" eine Punktlandung zur Bronzemedaille und bescherte ihnen außerdem den Finaleinzug. Und so ganz nebenbei übertrafen sie auch ihre Zielvorgabe.

Als Drittplatzierte nach zwei Übungen lagen sie nur knapp vor dem Verfolgerfeld, aber mit deutlichem Abstand zu den beiden führenden Formationen, weit voraus das Trio aus Hoyerswerda. Gefordert wurde hier eine kombinierte Übung mit drei Balance- und drei Dynamik-Elementen sowie einer Sprungserie. Es war spannend bis zum Schluss. Motiviert durch diese unglaubliche Ausgangsposition, legten Himmel/Neher/Wischnewski souverän vor und behielten als einzige Formation die Nerven. Die bis dahin gesamt-zweit-Platzierten patzten und wurden nach hinten durchgereicht und auch das Führungstrio musste einen unplanmäßigen Abgang in Kauf nehmen. Nach Addition aller drei Übungen, strahlte eine überraschende, aber wohl verdiente Silbermedaille mit dem Deutsche Vizemeister-Trio im Jugend-Mehrkampf um die Wette.

Dieser Erfolg ist auch ein großer Verdienst des Trainer-Duos Tamara Dien und Hermann Messer. Im Wertungsgericht als Schwierigkeitskampfrichterin eingesetzt, begleitete auch Dr. Doreen Heckmann-Nötzel den Wettkampf.

Siegerliste

 

Mörlenbach/Weiher  Zu Ehren seines im Jahr 2019 verstorbenen Ehrenpräsidenten, veranstaltete der Hessische Sportakrobatik-Verband auch in diesem Jahr wieder den Norbert Müllmann Hessenpokal. Neu in diesem Jahr ein KO-Modus in drei Runden mit der Wertnote als Entscheidungskriterium. Ein Experiment, da einem unmittelbaren Vergleich die disziplinspezifische Grundanforderung und Schwierigkeit sowie der Altersunterschied und das Ausbildungsniveaus entgegenstehen.
Mit der maximalen Anzahl an teilnahmeberechtigten Formationen pro Verein, hat die SVG Nieder-Liebersbach derer sechs ins Rennen um den Pokal geschickt. Wohlweislich auch unter dem Aspekt, ihnen unabhängig vom Endergebnis eine weitere Wettkampfmöglichkeit zu bieten und sich den Verantwortlichen im HSAV für eine Nominierung der anstehenden Wettkämpfe z.B. der Bestenermittlung (DM des Nachwuchses) zu empfehlen.
In der ersten Runde trafen Emilia Neidig und Taissia Ehret (Leistungsklasse: Level2) auf Damenpaare aus Arheilgen und Pfungstadt. Seit der Hessischen Meisterschaft Ende Mai haben beide intensiv an der technischen Ausführung der Elemente gearbeitet und brachten das auch gezielt auf die Matte. Ein toller zweiter Platz in dieser Gruppe reichte aber leider nicht für die nächste Runde.
Die WKK2 Formation Maja Hassel/Emily Manser/Viktoria Baron trat in der zahlenmäßig größten Gruppe aus drei Trios (Weiher, Frankfurt und Baunatal) sowie einem Mixed-Paar aus Weiher an und holten sich einen guten zweiten Platz hinter den starken Baunatalern. Aber auch für sie reichte dies nicht fürs Weiterkommen.
Eine schwere Gruppe hatten Tamika Schneider und Catharina Träger erwischt. Obwohl sie zwei Damenpaare aus Pfungstadt und Götzenhain und eine Damengruppe aus Frankfurt hinter sich lassen konnten, schob sich das Arheilger Trio mit der besseren Wertung an ihnen vorbei auf Platz 1. Auch wenn die Punktzahl nicht für die zweite Runde reichte, so haben beide Sportlerinnen wieder etwas Erfahrung mitnehmen können.
Dass Lorena Wolk und Maja Bartylak (WKK1.2) eine Bank für konstant hohe Wertungen sind, stellten sie in ihrem bereits sechsten Wettkampf in diesem Jahr wiederholt unter Beweis. Sie mussten zwar den Hessenmeistern aus Baunatal den Gruppensieg überlassen, zogen aber als Lucky Looser in Runde 2 ein. Lena Bartylak und Lotta Steinmann gewannen ihre Gruppe und erreichten souverän die nächste Runde.
Als einzige A-Klasse-Formation bei diesem Wettkampf präsentierten Sarah Himmel/Emily Neher/Lena Wischnewski die Farben der SVG. In der Konkurrenz der Jugend trafen sie, bei geforderter Balance-Übung, in der ersten Runde auf eine Damengruppe und eine Podest-Starterin aus Arheilgen sowie auf ein Damenpaar aus Pfungstadt. Trotz Abzügen aufgrund eines Mattenübertritts und eines mutmaßlich zu kurz gehaltenem Element, zogen sie mit einem zweiten Platz ins Halbfinale ein.
In der Addition der besten drei Wertungen der ersten Runde holte sich die SVG in der Mannschaftswertung den 2. Platz, punktgleich mit Götzenhain und hinter dem Sieger Arheilgen.
Die zweite Runde, das Halbfinale umfasste 15 Formationen. In fünf Gruppen á drei Formationen erreichte nur der Gruppensieger das Finale. Gerade hier offenbarten sich bei der Auslosung der Trielle die Schwächen des Pokalexperiments. Zwei der drei Paarungen innerhalb einer Gruppe waren vereinsinterne Duelle, zudem konkurrierten die Dynamik-Übungen der A-Klasse mit der Kombi-Übung des Nachwuchses. Auf die SVG wartete gleich der erste Showdown: Jugend Trio gegen Damenpaar Nachwuchs. Sarah Himmel/Emily Neher/Lena Wischnewski behaupteten den Gruppensieg, warfen ihre Vereinskameradinnen Lotta Steinmann/Lena Bartylak aus der Konkurrenz und zogen ins Finale ein. Auch Lorena Wolk/Maja Bartylak (Nachwuchs) hatten nach einer erneut guten Vorstellung gegenüber einer A-Klasse-Formation in diesem Modus keine Chance auf ein Weiterkommen.
Im Finale der besten fünf trafen Himmel/Neher/Wischnewski auf die direkte Konkurrenz aus Arheilgen, Mainz und Baunatal und Götzenhain. Die höchste Wertung kürte den Hessenpokalsieger und es blieb spannend bis zum Schluss. Zwischen den beiden Jugend-Trios aus Arheilgen und Nieder-Liebersbach, die noch einmal mit starken Kombi-Übungen aufwarteten, entschied sich der Wettbewerb. Am Ende gewann das Nieder-Liebersbacher Trio mit knappem Vorsprung den Norbert-Müllmann Hessenpokal 2022.

Teamwertung

Einzelergebnis 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.