Albershausen  Kaum zurück aus Italien und die Taschen ausgepackt, wurden sie auch schon wieder neu gepackt. Für die beiden A-Klasse Formationen der Nieder-Liebersbacher Sportakrobaten Fabienne Lay & Mathilda Hasselmann sowie Sarah Himmel, Lena Wischnewski & Emily Neher ging es diesmal ins baden-württembergische Albershausen, unweit von Göppingen. Seit 1999 trägt im zweijährigen Turnus die TSGV Albershausen ihren Internationalen Acro Cup aus. Im Rahmen der 11. Auflage des Turniers (2019) wurde der Cup zu Ehren derren langjährigen Abteilungsleiters Günther Mäußnest umbenannt. Mäußnest verstarb 2020 nach langer Krankheit. Geblieben ist sein Name in Verbindung mit einem Turnier bei dem die SVG Akrobaten schon über Jahre hinweg gerne Gäste sind.
Mit Großbritannien, Ukraine, Niederlanden, Österreich, Schweiz, Israel, Bulgarien, Finnland, Tschechien und Deutschland waren in diesem Jahr Formationen von Vereinen aus 10 Ländern am Start.

Gleich am Anreisetag ging es für die Sportler auf die Matte. Mit einer tollen Balanceübung hatten Fabienne Lay & Mathilda Hasselmann einen gelungenen Einstieg in das Wettkampfwochenende. Mit nur wenigen Zehnteln Rückstand auf das Podest beendeten sie den ersten Tag der Qualifikation auf einem starken 4. Rang.
In dem international stark besetzten Teilnehmerfeld aus 20 Formationen starteten Sarah Himmel, Lena Wischnewski & Emily Neher mit einer eher durchwachsenen Vorstellung ihrer Dynamikübung in den Wettkampf. Eine krankheitsbedingt schwierige Vorbereitung verhinderte die Sicherheit beim Hand-Hand Strecksalto, somit blieb ihnen zunächst eine ganz hohe Wertung verwehrt. Sie turnten ihre Tempoübung dennoch beeindruckend zu Ende und landeten am Ende des Tages im Mittelfeld auf einem 12 Rang.

Am zweiten Wettkampftagtag stand der zweite Teil der Qualifikation auf dem Programm und es ging um nicht weniger als um den Einzug in das Finale.
Dem Trio Himmel, Wischnewski & Neher gelang es hervorragend die Nervosität von tags zuvor abzuschütteln. Mit neuen Anzügen, die in letzter Minute noch in die Wettkampfhalle geliefert wurden, präsentierten sie eine tolle Balanceübung (Platz 10) und sicherten sich damit den verdienten Einzug in das Finale der besten 12.

Leider schien an diesem Wochenende das Glück nicht seinen Weg zu den Dynamikübungen der Liebersbacher Formationen gefunden zu haben, so dass Lay & Hasselmann bei einem sonst so sicheren Element Abzüge in Kauf nehmen mussten. Das hielt die beiden aber nicht davon ab, ihre Übung souverän und selbstbewusst zu beenden und sich ebenfalls für das Finale zu qualifizieren.

Mit zwei fantastischen Kombiübungen am Finaltag boten beiden Formationen noch einmal ihr Können auf. Unglücklicherweise hat sich dann doch beim Trio Himmel/ Wischnewski/Neher ein Zeitfehler eingeschlichen so blieb ihnen der ganz große Sprung nach vorne verwehrt (Platz 12). In dem quantitativsten und qualitativsten Teilnehmerfeld des gesamten Wettkampfes können sie dennoch mehr als stolz auf das Erreichen des Finales sein. Die Übungen sollten Mut machen für die weiteren anstehenden Wettkämpfe denn sie haben einige tolle neue Elemente gezeigt und der Doppelsalto am Ende der Übung ist immer wieder ein Highlight.

Ausdrucksstark trumpften Lay und Hasselmann mit ihrer neuen Kombiübung im Finale auf und präsentierten noch einmal welch Potential eigentlich in ihnen steckt. Wie man nach kleinen Rückschlägen gestärkt zurück kommt bewiesen sie mit einem grandiosen 4. Platz.

Das mitgereiste Trainerteam Diana Lay, Tamara Dien und Hermann Messer zeigte sich zufrieden mit den Leistungen. Weiß aber auch wo es in den kommenden Trainingseinheiten die Schwerpunkte zu setzen hat. An allen drei Wettkampftagen vertrat Dr. Doreen Heckmann-Nötzel die SVG im Wettkampfgericht.